Sagen wir Stopp zu den Parfümen in der Kosmetik

Bewerte Artikel mit 1 bis 5:
(0)
Št. ocen: 0

Aldehyde, Phthalate, Benzolderivate, Formaldehyde, Touol … kennst du diese Substanzen?

Ist es dir bewusst, das sogar 95 % der synthetischen Duftstoffe aus petrochemischen Substanzen hergestellt werden! Es geht um Stoffe, die man aus Erdöl herstellt und die potenziell schädlich sind. Man kann sie nämlich überall finden. In Cremes, Schampons, Lufterfrischern, Parfümen usw. In fast allen duftenden Sachen also. Ja, auch in Duftkerzen, die du für Entspannung auf einem ruhigen Abend benutzt.

Wie schädlich sind eigentlich synthetische Duftstoffe?Parfüme in der Kosmetik

Phthalate sind endokrine Disruptoren, Benzolderivate, Aldehyde und Toul sind aber für ihre Kanzerogenität bekannt. Diese Substanzen können auch zahlreiche Allergien, Migräne, Asthma, Übelkeit, Störungen des Nervensystems, Leber und Nierenschaden verursachen und sehr gefährlich sind sie auch für Schwangere, weil sie dem Fetus schaden können. In den Blutkreislauf kommen diese Stoffe durch den Geruch und auch direkt durch die Haut. In einer kleineren oder größeren Menge wird man diesen Stoffen leider jeden Tag ausgesetzt. Durch die Haut kann sich nach einigen Daten sogar 60 % der Substanzen, die man aufträgt in den Körper absorbieren.

Nicht nur für den Körper schädlich, sondern auch für die Umwelt 

Diese Substanzen schaden aber nicht nur dem Körper, sondern auch der Natur und durch die Natur wieder den Tieren und dem Menschen. Und so sind wir in einem Teufelskreis gefangen. Die kleinen Moleküle kommen nämlich schnell in unsere Wasserquellen und somit in das Trinkwasser und Nahrung. Übermäßiger Gebrauch von synthetischen Duftstoffen führt auch zu einer Verringerung der Geruchsempfindlichkeit, was bedeutet, dass man bei konstantem Gebrauch von synthetischen Parfüme diese immer weniger riecht und die Menge steigt dementsprechend.

Wir alle kennen jemanden, der in einer Parfümwolke herumläuft, weil er es nicht mehr riechen kann. Dafür gibt es aber keinen Bedarf. Der Geruchssinn ist viel feiner, als man denken würde und die Dufte werden auf einem viel subtileren Niveau wahrgenommen. Somit ist die Regel weniger ist mehr bei Parfümen wirklich ratsam zu befolgen.

Parfüme und Duftstoffe werden schon seit Jahrhunderten benutzt, aber man hat vorher nur natürliche Duftstoffe benutzt, die man aus ätherischen Ölen der Blumen und Gewürze bekommen hat. Schon Kleopatra, die eine Inspiration für viele gewesen ist, hat Parfüme geliebt. Man sollte damit sogar die Segel ihres Schiffes besprühen, so dass sie und ihre Begleiter einen angenehmen Parfümduft beim Segeln hinterlassen haben. Einen natürlichen natürlich.

Parfüme waren aber wegen des Herstellverfahrens, bei dem natürliche Zutaten zum Einsatz gekommen sind, sehr teuer und nur für diejenigen reserviert, die sich sowas leisten könnten. Lange hat sie nur der Adel und privilegierte Menschen benutzt. Einige Zeit ist es an den Höfen sogar so gewesen, dass das Waschen als etwas Schlimmes galt. Den Geruch versuchte man mit Hilfe von großen Mengen von Parfüm verstecken. So hat auch die Pracht des so genannten Sonnenkönigs Ludwig XIV. aus Versailles ausgesehen.

Ungefähr im Jahre 1980 hat man mit Hilfe der künstlichen Chemikalien Duftstoffe hergestellt, die einen stärkeren Geruch haben.

Die ersten künstlichen Duftstoffe sind mit Hilfe von Teer hergestellt worden. Danach sind Parfüme für größere Massen zugänglich geworden, die Menschen waren sich aber nicht dessen bewusst, dass diese Stoffe ernsthafte Folgen haben. Es kam zu zahlreichen allergischen Reaktionen, unerklärlichen Asthmaanfällen usw. Danach kam es zwar zu einigen Beschränkungen, aber diese gleichen Stoffe können auch in kleinen Mengen Probleme verursachen. Außerdem gibt es eine Lücke im Gesetz, die es den Herstellern ermöglicht, dass sie keine genauen Inhaltsstoffe auf die Emballage schreiben müssen.

Damit, dass die Inhaltsstoffe nicht genannt werden, schützen die Kosmetikhäuser ihre "Geheimrezepte" für berühmte Parfums und andere Produkte. In einem solchen Fall muss man nach Bezeichnungen wie perfume, parfum, aroma, duftstoff, fragrance Ausschau halten, leider sagen einem diese aber nicht, was genau in dem Produkt steckt und wie schädlich das für den Menschen sein kann.

Glaubst du es nicht? Schau dir die Inhaltsstoffe eines Produktes an und bestimmt wird dir wenigstens eine von den schädlichen Substanzen ins Auge fallen.

Liste der bekannten synthetischen Duftstoffe und ihre Konsequenzen:Schadstoffe

  • Acetylaldehyd: Kann krebserzeugend sein, beeinflusst negativ die Nieren, das Nervensystem und die Atemwege.
  • Benzophenon: Kann krebserzeugend sein und endokrine Störungen verursachen.
  • Butylhydroxyanisol (BHA): Reizt die Haut und die Augen.
  • Benzylsalicylat: Wirkt allergen.
  • Benzylbenzoat: Ein Hautreizstoff, der allergische Reaktionen hervorrufen kann.
  • Butoxyethanol: Reizt die Haut, Atmungsorgane und den Hals. Starke Exposition kann zu Übelkeit und Erbrechen führen, kann auch Nieren, Leber und das Lymphsystem beschädigen.
  • Butylphenylmethylpropional: Starke Reizwirkung auf Haut und Schleimhäute.
  • Diethylphthalat (DEP): Reizt die Haut, die Augen und die Atemwege und ist ein potenzieller Hormonstörer, der mit Störungen des Nervensystems in Verbindung gesetzt wird.
  • Dioxan: Ein potenziell krebserzeugender Stoff.
  • Formaldehyd: Eine bekannte krebserzeugende Substanz, die häufig als verschiedene Ethanolamine oder Mnoethanolamine (MEA, DEA, TEA) auftreten kann und auch in Kombinationen, die mit Stickstoff gefährliche organische Substanzen bilden und die als Nitrosamine bezeichnet werden.
  • Methylchlorid: Wird mit Brusttumoren assoziiert.
  • Oxybenzon (BP-3): Reizt die Haut und ist potenziell für Nieren und Leber schädlich.
  • Propylparaben oz. Propyl-p-hydroxybenzoat: Steht in Verbindung mit dem Auftreten von Brustkrebs.
  • Resorcin: Verursacht Veränderungen der Nieren-, Leber- und Bauchspeicheldrüsenfunktion, beeinträchtigt den Herz-Kreislauf und Nervensystem.
  • Styrol (Ethenylbenzol, Vinylbenzol und Phenylethen): Schädlich für die Leber, die roten Blutkörperchen, das Nervensystem, kann Krebs verursachen, ist ein endokriner Disruptor.
  • Synthetisch gewonnener Moschus (Galaxolid, Moschusketon, Moschusxylol): akkumuliert sich in der Muttermilch, der Nabelschnur, dem Körperfett, verursacht endokrine Störungen und Störungen des Fortpflanzungssystems und der Entwicklung des Fötus. Kann Organschäden verursachen.
  • Titandioxid (TIO2): Verursacht Lungen- und Atemwegsschäden, eine möglicherweise krebserzeugende Substanz.
  • Vinylacetat: Reizt die Augen und die Atemwege, ein möglicherweise krebserzeugender Stoff.

All diese Substanzen befinden sich in zahlreichen Produkten für persönliche Hygiene, Pflegeprodukten, Make-Up, Parfümen usw. 

Und warum benutzt man in der Kosmetikindustrie synthetische Duftstoffe, wenn diese doch so schädlich für die Gesundheit sind?  

Die Antwort ist einfach. Weil sie unglaublich billiger sind, als die natürlichen Duftstoffe.

Ganz kann man synthetische Duftstoffe nicht vermeiden, aber …

Man kann den Gebrauch begrenzen und aufmerksam darauf werden, was alles in den Produkten, die man täglich gebraucht versteckt ist. Viele überprüfen fleißig die Inhaltsstoffe die auf Ernährungsprodukten aufgelistet sind und genau das muss man auch bei Produkten, die man auf die Haut aufträgt lernen. Auch bei anderen Produkten, die in Kontakt mit der Haut kommen, oder sie eingeatmet werden, ist das wichtig. All diese gefährlichen Inhaltstoffe kommen nämlich auch durch die Haut in den Körper.

Natürliche alternativenRosen-Hydrolat

Auch beim Gebrauch von natürlichen Produkten, wie bei 100 % natürlichen ätherischen Ölen muss man aufmerksam darauf sein, dass sie wirklich ökologisch angebaut worden sind, außerdem geht es um hochkonzentrierte Stoffe, die obwohl natürlich und aus Pflanzen gewonnen, auch toxische Elemente beinhalten. Man benutzt sie mäßig und, das hängt zwar von Zweck ab, nie in einer reinen Form.

Was kann man noch machen?

Man kann zertifizierte Produkte aus ökologischem Anbau benutzen. Auch auf Stoffe wie limonene und linalool muss man aufmerksam sein, weil es auch in diesen Fällen um synthetische Dufte geht, man könnte sagen es geht um künstlich gefälschtes ätherisches Öl geht.

Für die Erfrischung von Räumen, kann man mehrmals lüften und ein Gefäß mit Natron und einem Tropfen von beliebigem ätherischem Öl in den Raum stellen. Natron wird die Gerüche zu sich binden und das ätherische Öl wird für den Duft sorgen. Auf das Fensterbrett kann man ab und zu auch eine Tasse weißen Essig stellen und so für eine natürliche Desinfizierung sorgen. Ein ausgezeichneter natürlicher Luftfilter sind auch Pflanzen.

Einige Reinigungsmittel und Seife kann man selber machen oder Waschmittel mit natürlichen ätherischen Ölen benutzen. Anstatt Duftkerzen kann man Kerzen aus Bienenwachs benutzen, weil diese auch einen natürlich angenehmen Duft haben. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch bei Produkten, die wir für unsere Haustiere benutzen, weil synthetische Duftstoffe auch für diese schädlich sind.

Anstatt der synthetischen Parfüme kann man echte auswählen und sie sparsam anwenden oder natürliche ökologisch angebaute Hydrolate bzw. Blumenwasser benutzen, weil diese nicht nur umweltfreundlich sind, sondern auch freundlich zu der Gesundheit und der Brieftasche. Sie leisten auch ausgezeichnete Pflege für unsere Haut.

Vorheriger Beitrag
Nächster Beitrag